Massnahmen zur Sicherung der Fruchtfolgeflächen

Der Kanton Luzern ist gewillt, die 27‘500 Hektaren an Fruchtfolgeflächen sicherzustellen, um so seinen raumplanerischen Handlungsspielraum für eine Weiterentwicklung zu bewahren. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Massnahmen notwendig, um den Verbrauch an FFF zu drosseln. Wo im Kanton mit raumwirksamen Tätigkeiten (Siedlung, Verkehr, Gewässerraumfreihaltung, Landwirtschaft) FFF beansprucht werden, muss der Verlust an FFF in einem ersten Schritt in den Gesamtzusammenhang der raumplanerischen Interessensabwägung – das heisst umfassende Abwägung aller privaten und öffentlichen Interessen – gestellt werden. Nur höher zu gewichtende Interessen rechtfertigen eine Inanspruchnahme von Fruchtfolgefläche. Die Gemeinden haben deshalb bei Orts- und Nutzungsplanungen die entsprechenden raumplanerischen Grundsätze zu beachten.

Dennoch sind auch künftig Beanspruchungen von Fruchtfolgeflächen nicht gänzlich auszuschliessen. Ist nach einer umfassenden Interessenabwägung eine Einzonung nur unter Inanspruchnahme von Fruchtfolgeflächen zu realisieren, ist für eine flächengleiche Kompensation zu sorgen. Eine Kompensation kann durch Rückzonungen, durch Bodenverbesserungen degradierter Böden oder durch Neuerhebungen von FFF auf dem gesamten Gemeindegebiet erfolgen. Soll der Weg von Bodenverbesserungen gegangen werden, ist zusätzlich das Merkblatt „Bodenverbesserung“ zu konsultieren.

In jedem Fall ist zu beachten, dass die Lösungswege über die Kompensation oft mit Nachteilen verknüpft sind. So sind z.B. Bodenverbesserungen in der Regel kostenintensiv und logistisch anspruchsvoll!

Merkblatt "Erhalt und Kompensation von Fruchtfolgeflächen"
Merkblatt "Bodenverbesserung"
Merkblatt "Terrainveränderung ausserhalb der Bauzonen zum Zweck der Bodenverbesserung" (in Erarbeitung)